Leo-Day: Leomans Technopferd

11 Aug

Eigentlich scheint Leo ein ganz normaler Mann zu sein. Ist er aber nicht, denn Leo ist in seiner geheimen zweiten Identität ein Superheld. Anders allerdings als Batman, der sich umziehen muss und dann komischen Firlefanz hat, mit dem er kämpft, oder Superman, der sich auch umziehen muss und in Wirklichkeit ein Außerirdischer ist, lässt sich Leo eher mit Bravestarr vergleichen und muss nur „mit der Kraft des Löwen …“

- Nein Moment, nicht Löwe, Bravestarr ruft „Mit der Kraft des Bären“, dann ist er so stark wie ein Bär und – Kennt eigentlich noch jemand Bravestar? Das ist dieser Science Fiction Cowboy mit seinem Techno Pferd.


Laut Wikipedia verfügt er über vier „animalische Kräfte“, was ein bisschen seltsam anmutet, weil zumindest ich das Wort animalisch eher mit Gestank in Verbindung bringe als mit Superheld. Eigentlich geht es hier ja auch gar nicht um Bravestarr sondern um Leo, der Superheldenkräfte hat und er ruft „mit der Kraft des Löwen“ (vielleicht), dann ist er von der www-Kraft durchflutet …
… Wikipedia Nachtrag zum Techno Pferd: Es „steht Bravestarr mit seinem überdimensionalen Gewehr Sarah-Jane zur Seite, dient ihm aber auch immer wieder bereitwillig als Reittier“ (wildes, mädchenhaftes Kichern)
hrm … Also, von der www-Kraft durchflutet und das führt dazu, dass er, alles, wirklich alles, was irgendwie mit Websites und so zu tun hat, kann.
Nun ergab es sich eines Tages, dass drei junge Frauen von einer jener heimtückischen, niederträchtigen und von Grund auf bösen Websites, getarnt als Blog heimgesucht wurden. Das Blog wollte in ihre Hirne eindringen, diese zermatschen und mürbe machen, die in den Wahnsinn getriebenen Geister der drei eliminieren und Besitz von ihren Körpern ergreifen. Ein geheimes Sonderparlament sendete arlamiert und überfordert das geheime Superheldenhilfesignal an Leoman, der raste durch das www zum Ort des Verbrechens, wo er über acht Stunden zusammen mit dem Parlament einen genialen Masterplan ausheckte, um die Hirne der Gefangenen zu retten und die Website zu besiegen. Der Kampf war hart und nervenaufreibend, doch Leoman gab nicht auf. Er übermannte den Gegner, warf ihn zu Boden und als er sich wimmernd wälzte und um Gnade flehte, beschloss Leoman, ihm diese zu gewähren. Er zähmte ihn mit herausragender Superheldenkraft und machte ihn zu seinem eigenen Techno Pferd – nein, er schenkte ihn den drei Geretteten als Techno Pferd und zog in bescheidener Superheldenmanier in den Sonnenuntergang mit dem traurigen Lied auf den Lippen „I’m a poor lonesome cowb …“, das war der Falsche. Nochmal: Bevor ihm die Grazien ihre tiefe Dankbarkeit hätten zeigen können, stürzte sich Leoman zurück ins www und verschwand in sein Leo-Alibi-Leben. Die Frauen standen einsam und mit wehenden Haaren in der Dämmerung, drückten sich eine Hand an die Brust, blinzelten Tränen der Rührung aus ihren Augen und flüsterten leise: „Danke, Leoman …“

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