Demnächst in Giesing oder: “Was machst dou zo?”

7 Aug

Was tut man nicht alles. Für die Kunst, für’s Geld, für ein gutes Foto. Es ist ja bald September und damit traut sich Nadaville auch zum ersten Mal vor die Tür – nach Giesing. Leider unterbrach ein handfester Platzregen unsere knallharte Recherchetour. Sodass Nadaville notgedrungen in die nächstbeste Pinte flüchten musste. Da saßen Männer mit braunen Augen und mit schwarzem Haar und aus der Jukebox erklang Musik, die fremd und südlich war. Die Taverna Delphi (oder Zorbas, Olympia, Akropolis oder Thessaloniki, irgendwie sowas), gefangen im Körper des ehemaligen “Waldeckhofs”, eine Symbiose der schlimmsten Verbrechen griechischer und bayerischer Kneipenkultur.
Es soll ja schon manch einer an der Kombination aus exzessiv eingeöltem Gemüse und Anis-Gesöff verreckt sein. Wir nicht. Ein Glück. Könnten ja sonst auch nicht nächsten Monat (genaue Daten folgen ganz bald!) im schönen Puerto Giesing lesen. Und Giesing ist schön, wenn man es sich erstmal schöngetrunken hat. Wunderarbeiterklassen186münchenpintenschön. Und da liegt es doch nahe, eine Kneipenlesung zu planen – eine gemütliche, peekige Kneipenlesung in einem Stadtteil in dem niemand das Wort peekig kennt (Mutmaßungen ohne Schummeln gerne hier bei den Kommentaren zu posten).
Aber ich schweife ab. Wir waren ja in Giesing, beim griechischen Bayern, beim bayerischen Griechen. Und wollten dir, oh Leser nur fix mitteilen: Es ist bald so weit, wir lesen demnächst. Live, in Farbe und “zum anfassen” (aber natürlich nicht so, Ferkel.). Und es werden Kneipen auftauchen, Wirte, Kneipenbewohner und Leute die nicht so genau wissen, wie sie nun eigentlich in dieser gottverlassenen Bar gelandet sind. Und es gibt ironische, wahre, traurige und niedliche Geschichten. Vielleicht gibt’s auch ein Glas Ouzo. Denn: Was tut man nicht alles. Für die Kunst. Und eine gesunde Verdauung.

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