Archive | August, 2010

Rosa Brille

18 Aug

Die Resonanz zu Nadaville fällt bisher natürlich durchweg positiv aus. Ihr Leser seid begeistert, hingerissen und wollt mehr, klar. Ganz manchmal trauten sich zarte Stimmchen aber auch, Sätze wie die folgenden zu formulieren:

“Sieht puffig aus, die Seite.”

(Z. Sp., aktuell: Urlauberin)

“Ich hab heute weiter über euer Blog nachgedacht und irgendwie muss ich an Sex & the City denken.”

(J. L. L., Serienkiller… äh, -liebhaber!)

“Überlege ob Mädchen eine Untertreibung ist, oder ich und andere diesen Begriff ständig unterschätzen.”

(J.J., Künstlerin, Seerose, Schatz)

Dazu mal etwas Grundsätzliches.
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Denn wer im Herzen Löwe ist …

17 Aug

Nun wird gemunkelt, es gäbe unter bestimmten Umständen Ermäßigung beim Lesungseintritt. Und Ja, stimmt auch. Alle die, die sich in ihre TSV 1860 München Fankluft werfen und sich aufmachen zum Schorsch seiner Kneipe am 07.09. in der Kantine von Puerto Giesing, kriegen Rabatt.
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Lesung – Dem Schorsch seine Kneipe

16 Aug

Das Warten, Planen, Recherchieren hat sich gelohnt. Auch an dieser Stelle nun die offizielle Ankündigung:

Nadaville präsentiert:

‘Dem Schorsch seine Kneipe’

Was euch erwartet: Wenn jemand fragt, wie die Kneipe wirklich heißt, weiß das keiner so richtig. Zum Schorsch geht man halt. Da ist man schon immer hingegangen, nach der Schicht. Beim Schorsch sollte jeder mal gewesen sein. Darum laden die drei Damen von Nadaville heute zu einem geselligen Abend ein. Mit Texten rund um die Kneipe und Kneipenbewohner oder auch solche, die gar nicht wissen, wie sie da reingeraten sind. (Wo dem Schorsch sei Kneipn is? Mei, in Giesing oder irgendwo. So a Boazn gibt’s überall.)

Für die richtige Kneipenstimmung sorgt neben den Nadavilleusen die special Gästin Saskia Kalis.

Wann? 07. September 2010, 20.00 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr)

Wo? Puerto Giesing, Tegernseer Landstr. 64, im Ex-Hertie.

Wo genau? Kantine, 1. OG.

Eintritt: 4€

Ermäßigt: 2€

Ermäßigung gibt es für alle, die mit TSV 1860 München Trikot, Schal oder Flagge aufgehübscht zur Lesung kommen.

Leo-Day: Lonja

11 Aug

Er saß auf den Treppenstufen und schaute den Möwen nach, die hier zum Überwintern herzogen. Sommers auf Sylt, den Winter über hier. Kein schlechtes Leben, sowas. Lonja betrachtete den Hafen, lauschte dem Meer und spürte auf seinen Lippen schon den salzigen Geschmack, der mit der Zeit vom Wasser herübergetragen wurde. Zeit für etwas Süßes. Er packte die Kirschquallen aus, die in der schwarzen Tasche lagen. Überhaupt hatte er es schon viel zu lange versäumt, etwas zu essen, so wie ihn seine Grübeleien festhielten. “Ein Kaffee wäre jetzt auch schön,” dachte er. Aber da keiner in Sicht war, musste er sich die Kirschquallen zunächst trocken vorknöpfen.

“Wenn das Pferd nicht gewesen wäre…” Es hatte ihn völlig aus dem Konzept gebracht. Und nun fürchtete er ein wenig um sein Leben, seit Stunden auf der Treppe sitzend. “Wenn das Pferd nicht gewesen wäre, wäre ich nie zur Uni gegangen.” “Sowas kann man doch nicht einfach sagen und dann einfach weitergehen,” verfluchte er in Gedanken die Passantin, die ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt hatte. Niemand, der jemals eine Uni besucht hat, würde so etwas Dummes sagen. Niemand würde einem Pferd zuliebe studieren. Lonja spürte bereits, wie sich irgendwo in seinem gemarterten Gehirn ein kleines Aneurysma bildete und wild zu pochern begann und schneller pocherte und nicht aufhörte, bevor Lonja eine Antwort finden würde. “Wenn das Pferd nicht gewesen wäre…”

Am Fuße der Treppe sah er einen Kiosk auf Rädern anhalten. Endlich, eine Kaffeequelle. Vielleicht klarte eine Tasse Kaffee ja Lonjas Gedanken auf. Er packte seinen zur Hälfte gegessenen Kuchen ein und suchte nach einem Geländer, um sich von den flachen Stufen hochzuwuchten. In diesem Moment schoss aus der Menge hinter ihm ein Kinderwagen die Treppe entlang. “Ah, prima, ein Griff.” Lonja, der Held, stoppte den Kinderwagen samt Inhalt vor dem sicheren Tod, schaute sich nochmal um ob er nichts vergessen hätte und verschwand in der Menge auf dem Weg zum Kaffee.

Leo-Day: Leomans Technopferd

11 Aug

Eigentlich scheint Leo ein ganz normaler Mann zu sein. Ist er aber nicht, denn Leo ist in seiner geheimen zweiten Identität ein Superheld. Anders allerdings als Batman, der sich umziehen muss und dann komischen Firlefanz hat, mit dem er kämpft, oder Superman, der sich auch umziehen muss und in Wirklichkeit ein Außerirdischer ist, lässt sich Leo eher mit Bravestarr vergleichen und muss nur „mit der Kraft des Löwen …“
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Leo-Day.

11 Aug

Schon nett hier, die Seite und so, nicht wahr? Funktioniert jetzt auch alles und das sogar auf der gewünschten Domain. Wir können ja eigentlich alles (und das sofort), aber, zugegeben, Websites bauen ist sonst nicht so unseres. Und wir sind dankbar bis auf die Knochen, dass uns der wunderbare Leo mit dieser Seite geholfen hat. Danke, Leo! Und: Alles Gute, Leo! Denn: Leo hat heute auch noch Geburtstag. Also gibt es in Nadaville einen Thementag. (weiterlesen…)

Demnächst in Giesing oder: “Was machst dou zo?”

7 Aug

Was tut man nicht alles. Für die Kunst, für’s Geld, für ein gutes Foto. Es ist ja bald September und damit traut sich Nadaville auch zum ersten Mal vor die Tür – nach Giesing. Leider unterbrach ein handfester Platzregen unsere knallharte Recherchetour. Sodass Nadaville notgedrungen in die nächstbeste Pinte flüchten musste. Da saßen Männer mit braunen Augen und mit schwarzem Haar und aus der Jukebox erklang Musik, die fremd und südlich war. Die Taverna Delphi (oder Zorbas, Olympia, Akropolis oder Thessaloniki, irgendwie sowas), gefangen im Körper des ehemaligen “Waldeckhofs”, eine Symbiose der schlimmsten Verbrechen griechischer und bayerischer Kneipenkultur. (weiterlesen…)

Auszug – Plüschzunge

5 Aug


Gut, dass ich nicht sah, was da hinter meinem Rücken vorging …
Katrin Baumer liest “Plüschzunge” bei der mutlimedialen Lesung “Helden, Huren, Bastarde” in der Niederlassung im Oktober 2009
(Foto: Tina Schwegler)

Veröffentlicht in:

Jens-Fietje Dwars, Lob der Jadeflöte, 35 erotische Gedichte und Geshcichten zum Menantespreis 2010.

… Als er ihr Zimmer gesehen hatte, mit den aufgereihten Stofftieren und der bunt gemusterten Bettwäsche, mit den Starpostern an den Wänden, hatte er bereits angefangen, mit dem Schwanz zu denken, so dass es ihm leicht fiel, diese Dinge auszublenden. Da hatte er nicht gemerkt, dass ein flauschiger Plüschelch direkt unter seinem Hintern lag, während er Natascha gierig küsste.
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Auszug: Entgiftung.

1 Aug

Es fehlt ihr doch nur der Blick für das Wesentliche. Kein Wunder. Vanessa ist eine weitere verdammte Frau der Generation „Jenseits von Afrika“, flatterhaft und nie „angekommen“ und Schmidt hätte sich das denken können, seit ihrer ersten Verabredung. „Kramer gegen Kramer“ hatten sie geschaut, in diesem Kino, das so romantisch war und eben darum schon lange geschlossen ist. Und Vanessa fand, Meryl Streep hätte das Sorgerecht bekommen sollen. Eine Meinung, mit der sie sehr alleine dastand, moralisch und juristisch sowieso. (weiterlesen…)

Auszug: Der Mietmann

1 Aug

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Rendezvous mit schicken Juristen gehören nicht dazu. Ich habe einen Begleitservice für Frauen ausprobiert, der Verabredungen für kulturelle Veranstaltungen vermittelt. Am Ende bleibt der Beigeschmack eines missglückten Dates. (weiterlesen…)