But I thought Freelancers work for free??

1 Apr

Vor etwa drei Jahren hat der Gasteig Katrin und mich über die “25 werden 25″-Aktion zusammengeführt. Seitdem machen wir gemeinsam Lesungen und verstehen uns supergut.

Die Idee von Nadaville war von Beginn an, eine gute two-girl-show an wechselnden Orten zu bieten. Für die meisten Veranstaltungen stimmen wir dazu ein Thema ab, schreiben Kurzgeschichten und treffen uns zu Proben. Gleichzeitig arbeitet jede von uns Vollzeit und parallel noch freiberuflich. Jede Lesung kostet uns also im Vorfeld schon Zeit. Freie Zeit, die wir gerne investieren – denn die Auftritte machen uns ja Spaß!

Vor ein paar Wochen bekamen wir eine Anfrage zu einer Lesung. Der Veranstalter schrieb: “Wir haben uns gefragt, ob Ihr nicht gerne noch einmal mit dabei wärt?” Wir wiederholen: “Noch einmal mit dabei wärt.” Denn der Veranstalter hatten uns schon zwei Mal für eine Lesung gebucht.

Es freut uns natürlich, wenn unsere Lesungen so gut ankommen. Wir haben also freudig zugesagt und gefragt, wie hoch die Gage für den Abend
sein wird. Als Kleinkünstler verdient man nicht viel. Das ist schon okay. Eine Woche haben wir auf eine Antwort gewartet.

Zu der Veranstaltung, bei der wir auftreten sollen, sind auch viele andere Autoren gebucht. Bestimmt ist der Veranstalter einfach völlig im Stress oder unsere E-Mail ist in einer Orga-Flut untergegangen. Macht ja nix! Wir haben noch einmal nachgefragt, ob er schon etwas zu unserer Gage sagen kann. Eine weitere Woche verging.

Langsam rückte der Lesungstermin immer näher und wir hatten noch keinerlei Informationen, wann, wo und zu welchen Konditionen wir lesen sollten. Wir haben also angerufen und Bekanntschaft mit seiner Mailbox gemacht. Hoffentlich war ihm nichts zugestoßen?

Dann bekamen wir doch noch Post. “[Leider haben wir] kein Budget für Autorengagen … ich kann mir gut vorstellen, dass das für Euch einigermaßen unverständlich ist.” Und weiter: “tatsächlich aber hat sich das Format zwar etabliert, aber es ist und bleibt defizitär, auch ohne Gagenzahlungen.”

Stimmt, das finden wir einigermaßen unverständlich! Wir wiederholen: Ein Eventmanager, dessen Einkommen sich aus den Eintrittsgeldern und Kulturförderung für seine Veranstaltungen zusammensetzt, hat offenbar kein Kontingent für Autorengagen eingeplant?

Er veranstaltet seit Jahren regelmäßig Lesungen, verdient daran aber angeblich nichts – im Gegenteil: Sein Job ist defizitär?

Wir stellen uns dasselbe Szenario beim Bäcker vor: “Guten Tag, ich hätte gerne fünf Brötchen. Ich werde die Brötchen nur nicht bezahlen, leider habe ich es versäumt, mein Portemonnaie einzupacken. Wenn’s recht ist, werde ich Ihre Brötchen draußen vor dem Laden allerdings zum doppelten Preis weiterverkaufen…” Klingt nach einem großartigen Geschäftsmodell. Für unseren Veranstalter.

Das Signal an uns Künstler ist leider: “Eure Arbeit ist mir nichts wert. Sie ist sogar so wertlos, dass ich von Anfang an ausgeschlossen habe, Gagen überhaupt in meinen Kostenplan aufzunehmen. Und wenn Ihr nicht für mich lest, nun, dann finde ich eben jemand anderes.”

Wahrscheinlich wird er das auch. Leider. Denn während dieses Verhalten in jeder anderen Branche als unprofessionell und unverschämt gewertet würde, funktioniert es im Kunstbetrieb nunmal immer wieder.

9 Sep

1/2 Nadaville genießt das Leben in vollen Zügen (morgens um 6 im Regionalverkehr, auf dem Weg zu einem neuen Job). Und so kam es, dass Schöngeistiges und Lesungen in letzter Zeit etwas zu knapp kamen. Es wird aber weitergehen: Ich (Jessica) bereite eine Lesung für das kommende Frühjahr vor. Thema: Tagebücher aus dem 1. Weltkrieg.


Diese hübsche Handschrift ist Kurrent (später auch als Sütterlin bekannt) – und das Foto stammt aus dem Tagebuch einer jungen Frau. Deren Tagebuch war das erste von fünf, die ich transkribiert habe – alle zwischen 1914 und 1918 verfasst. Es folgt ein Auszug: (weiterlesen…)

Glitzer, Wein und Blümelein – Nadaville im Schlachthofviertel

21 Apr

Die Lesereihe Hörgang//Textpassagen ging in die vierte Runde – und Nadaville ging mit. Dabei ist “Gehen” wörtlich gemeint. Konzept der Reihe ist es, Autoren und Publikum durch ein Münchner Viertel zu schicken um an teils äußerst skurrilen Orten zu lesen und zu lauschen.

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Nadaville für “Wir sind Familie”

10 Apr

Nuff said!

Nadaville goes Hollywood – also, fast

30 Nov

Es ist soweit! Der Traum unserer schlaflosen Nächte, umtriebigen Tage und fantasiegeladenen Hirne ist wahr geworden: Hollywood hat an meine (Katrins) Tür geklopft!
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Speckjunge

3 Aug

Für alle, die nicht bei unserer Lesung “Nadaville sammeln für einen guten Speck” sein konnten, hier ein kleiner Nachgeschmack. Dieses wunderbare und vor … äh … lauter Symbolik nur so triefende Märchen haben wir in einem Buch mit Märchen aus aller Welt aufgestöbert und übersetzt. Deshalb hier, damit ihr wisst, was euch letzten Sonntag entgangen ist, “Speckjunge” (“Blubberboy”):
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Nadaville sammeln für einen guten Speck

4 Jul

Wir brauchen euren Speck!

Nadavilleusen in ganz ungeheimer Mission! Im Kampf für das Gute! Für Witwen und Waisen! Für Schweine und Schwarten! Und für den unschuldigen Fettfleck auf der Bluse, der auf fettfleckenunwürdige Art und Weise mit Fleckensalz getötet werden soll!


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Abrakadaver – Das war die Lesung!

16 Apr

Wir sind wieder da! Unter dem Motto “Abrakadaver” sind wir am Samstag beim Zauber-Festival “Gasteig Magic” aus dem Winterschlaf zurückgekehrt. Allerdings nicht zaubernd, sondern lesend (das machen wir immer noch am liebsten). Über Zauberer. Und mit Zauberern. Die waren nämlich auch auf der Bühne.

Das sind wir, falls ihr nicht mehr wisst, wie wir aussehen. Und hokuspokusfidibus: blond & brünett –> rosa & blond


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Abrakadaver!

9 Apr

Na endlich: Wir lesen wieder!
Am nächsten Samstag, 14. April, wird den ganzen Tag im Gasteig gezaubert, denn von 10.30 bis 23.00 Uhr findet hier “Gasteig Magic” statt – mit Zaubershows, Vorträgen zu den Schnittstellen von Zauberei und Wissenschaft, Politik, Psychologie und Neurowissenschaften. Uns geht das Herz auf – danke Markus, dass wir dabei sein dürfen und um 12.30 Uhr in der Black Box zum Thema “Abrakadaver” lesen!
Realität oder Täuschung? Dieser Frage gehen wir im Gasteig auf den Grund. Währenddessen zersägen wir uns auf einem Bein stehend gegenseitig, lesen Kurzgeschichten rund ums Thema Magie und verwandeln uns abschließend in zwei Kröten. Vielleicht.
Eintritt: Ist unsichtbar!*
* Eintritt frei!

Es weihnachtet sehr …

24 Dez

Liebes Nadaville-Völkchen,

“zum Weihnachtsfeste nur das Allerbeste …” (um den … ähm … großartigen Geburtstagsvers wortgewandt abzuwandeln)
Dieses Jahr haben wir uns etwas ganz Besonderes überlegt – vor allem, weil wir uns ja recht rar gemacht haben in letzter Zeit. Doch wie heißt es so schön: “Willst du gelten, mach dich selten!” (Das als weiterer weiser Vers)
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